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Allzeit bereit: die Trinkflasche
Je mehr, desto besser, heißt es. Wasser soll den Körper entgiften, den Geist beflügeln und die Falten glätten. Kein Wunder, dass die Flasche heutzutage aus manchem Designertäschchen guckt.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eineinhalb Liter Flüssigkeit täglich, Kaffee und Tee inklusive. Doch wer misst das schon ab? Gesunde trinken, wenn sie durstig sind. Kein anderes Bedürfnis ist so unwiderstehlich, nicht einmal Hunger. Viel mehr zu trinken, als der Körper verlangt, hat keinen Vorteil, sagen amerikanische Forscher. Zwar zwingt eine Wasserflut die Nieren zur Mehrarbeit, aber warum das gesund sein soll, können selbst Fachleute nicht erklären.
Horrorszenarien über Gesundheits- und Leistungsschäden durch Flüssigkeitsmangel haben also eher Unterhaltungswert. Doch wenn durch Sport oder Arbeit in großer Hitze der Bedarf auf das Drei- oder Vierfache steigt, sind natriumarme Mineralwässer (unter 20 mg Natrium pro Liter) problematisch. Weil ihnen das Kochsalz fehlt, das die Flüssigkeit im Körper festhält, schwemmen sie mit jedem zusätzlichen Schluck mehr Mineralien aus dem Körper. Ein gut gesalzenes Süppchen tut an heißen Tagen den besseren Dienst.
Text: Elisabeth Lange