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Zeit der Festessen oder Warum der weihnachtliche Kalorienrausch unvermeidlich ist
Schlemmen war schon angesagt, bevor die erste Kerze am Weihnachtsbaum brannte. Schließlich bekämpften bereits die Römer ihre Winterdepressionen an den dunkelsten Tagen des Jahres mit üppigem Essen. Wir stehen also besser zu unserer saisonalen Gefräßigkeit.
Aber sollte man nicht wenigstens den bunten Teller abschaffen? Man könnte Millionen von Zucker- und Fettkalorien sparen. Figurbewusste Zeitgenossen versuchen das jedes Jahr wieder.
Psychologen halten allerdings wenig von solcher Hartherzigkeit und raten dafür zu „flexibler Kontrolle“. Wer sich etwa vornimmt, dass nach Weihnachten auf dem bunten Teller mindestens noch ein Stück übrig sein soll, kann seinen Vorsatz mit Leichtigkeit einhalten und sich über jede zusätzlich eingesparte Marzipankartoffel freuen. Verbietet man sich jedoch selbst den kleinsten Schokoladenweihnachtsmann und wird dann doch schwach, kommt es leicht zu Heißhungeranfällen mit „Verdammt, was soll’s“-Effekt. Ganz ohne Christstollen, Marzipan und Plätzchen geht es eben nicht.
Was hilft gegen die Folgen? Viele Aktivitäten für das neue Jahr auf den Weihnachtswunschzettel schreiben. Theaterkarten, Streifzüge durch die touristische Nachbarschaft, Städtereisen, Besuche im Wellnessbad, die Auswahl ist groß. Wer aktiv ist, denkt nicht ans Essen und kriegt die Pfunde nach dem Fest leichter wieder runter.
Text: Elisabeth Lange