
Foto: Wolfgang Kowall
Fische und Meeresfrüchte …
… sind die Grundlage für eine Vielzahl von spannenden und äußerst schmackhaften Gerichten. Trotzdem haben viele Vorbehalte, Fisch und Meeresfrüchte zuzubereiten. Welchen Fisch kann man in Anbetracht der Überfischung überhaupt noch kaufen?
Welchen Fisch kann man überhaupt noch kaufen?
Woran erkenne ich, dass der Fisch frisch ist?
Antworten darauf finden Sie hier.
Richtig einkaufen
Immer noch gibt es zahlreiche Fischarten, die wir ohne schlechtes Gewissen genießen können. Wer beim Einkauf auf Nummer sicher gehen möchte, findet auf den Internetseiten des WWF und von Greenpeace eine Auflistung aller Meeresfische, die ohne Bedenken in der Küche verwendet werden können:
• http://www.wwf.de/themen/meere-kuesten/fischerei-und-fischzucht/jeder-kann-handeln/neu-fischratgeber/
• http://www.greenpeace.de/themen/meere/fischerei/
Laut Greenpeace ist zurzeit nur der Kauf von Karpfen, Regenbogen- und Bachforelle, Hering, Makrele und Zander vollkommen unbedenklich. Der Kauf weiterer Fischarten ist vertretbar, sofern sie aus bestimmten Regionen, bestandserhaltender Fischerei oder kontrollierter Aquakultur stammen.
Das gilt z. B. für Doraden, Heilbutt, Kabeljau, Lachs, Miesmuscheln, Pangasius, Sardellen/Anchovis, Sardinen, Schellfisch, Schwertfisch, Seelachs, Seeteufel, Shrimps/Garnelen, Skipjack (Thunfischart), Tilapia, Tintenfisch und Wolfsbarsch.
Auch das blaue MSC-Siegel zeigt an, dass der Fisch aus bestandserhaltender Fischerei stammt. Mit bestandserhaltender Fischerei soll die Überfischung der Weltmeere verhindert werden. Der Marine Stewardship Council (MSC) ist eine unabhängige Organisation, die weltweit Fischereien nach Umweltverträglichkeitskriterien zertifiziert.
Fischereien, deren Produkte das MSC-Siegel tragen, müssen nachweisen, dass sie Fischbestände und Meeresumwelt schonen. Eine Datenbank mit Herstellern und Händlern, die Fisch aus nachhaltiger Fischerei verkaufen, findet sich im Internet (auf Englisch):
• http://www.msc.org/where-to-buy/
Eine gesunde Alternative sind Bio-Fische aus ökologischen Aquakulturen. Züchter dieser Tiere garantieren beispielsweise, dass das im Futter verwendete Getreide aus ökologischer Landwirtschaft stammt.
Schau ihm in die Augen ...
Wie frisch Fisch ist, lässt sich an den Augen der Tiere erkennen. Bei sehr frischer Ware sind die Augen vorgewölbt, glänzend, tiefschwarz, durchscheinend. Sind die Augen etwas flacher, matter und leicht getrübt, ist die Ware immer noch frisch. Keinesfalls kaufen sollte man Fische, deren Augen eingesunken, undurchsichtig oder grau sind.
Auch die Farbe der Kiemen erlaubt Rückschlüsse auf die Frische: Sehr frische Ware hat leuchtend rote, glänzende Kiemen mit runder Kontur. Frischer Fisch hat mattrote oder blasse Kiemen mit etwas klarem Schleim. Tiere mit gelblichen Kiemen sind zwar essbar, aber nicht zu empfehlen. Finger weg, wenn Kiemen grün und mit flockigem Schleim überzogen sind!
Garnelen & Austern
Garnelen sind in frischem Zustand nur kurze Zeit haltbar. Daher werden sie bereits auf den Fangschiffen in Meerwasser gekocht. Eismeergarnelen sind nicht nur wohlschmeckend, sondern werden überwiegend auch nachhaltig gefischt.
Austern werden an Küsten gezüchtet. Für ein gutes Zuchtergebnis ist unter anderem gute Wasserqualität Bedingung. Bis zu vier Jahre dauert es, bis aus winzigen Larven die berühmten Fines-de-Claire-Austern geworden sind. Wie alle Muscheln werden Austern lebend verkauft – erkennbar an der fest geschlossenen Schale. Zudem muss sich eine geöffnete Auster beim Beträufeln mit Zitrone vom Rand zurückziehen.
Text: Christina Niemann
Hier finden Sie eine Auswahl an raffinierten und köstlichen Gerichte mit Fischen und Meeresfrüchten: