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Der Geschmack des Südens
Die Küche der Südstaaten gilt als originellste der gesamten Vereinigten Staaten von Amerika. Der Mix aus Cajun- und Soul-Food, Texmex- und kreolischer Küche findet auch außerhalb der USA immer mehr Freunde.
Nach der Wahl Abraham Lincolns zum US-Präsidenten im Jahre 1861 schlossen sich elf Bundesstaaten im Südosten der USA zu den Konföderierten Staaten von Amerika zusammen, den sogenannten Südstaaten. In ihnen herrscht ein überwiegend feuchtes, subtropisches Klima, das ihnen ein entsprechend vielfältiges Angebot an Obst und Gemüse möglich macht.
Aus der „Küche des Mangels“ der afrikanischen Sklaven mit ihren weniger beliebten Fleischteilen wie Innereien, Schweinsfüßen und -ohren oder Hühnerflügeln, diversen Fischen, Süßwasserkrebsen und Muscheln, Okras, Reis, Weizen, Yams und Süßkartoffeln entstand das Soul-Food der Afroamerikaner, ein wichtiger Bestandteil der Südstaatenküchen.
Vom Speiseplan der indianischen Ureinwohner stammen Mais, verschiedene Erbsen und Bohnen, Catfish, Garnelen und Truthahn. Französische, spanische, italienische, afrikanische und deutsche Einwanderer prägten die kreolische und Cajun-Küche im Mississippi-Delta des US-Bundesstaats Louisiana.
Das für die Südstaaten typische Gericht „Gumbo“ (siehe unser "target=_self>
Menü des Monats"), ein würziger Eintopf aus Fisch, Fleisch und Gemüse, ist aus der französischen Bouillabaisse entstanden, das Reisgericht
Jambalaya hat Ähnlichkeit mit der spanischen Paella.
Weitere typische Gerichte und Zutaten der Südstaatenküche sind beispielsweise
Grits (Maisgrütze),
Biscuits (eine Art Brötchen),
Gravy (mit Milch oder Sahne verdickte Bratensoße), Catfish, Crawfish (Süßwasserkrebse), Maisbrot, Wassermelonen, grüne Tomaten, Pfirsiche und Pekannüsse. Typische Getränke sind zum Beispiel gesüßter oder ungesüßter Eistee und der bekannte Cocktail
Mint Julep (unser "
Drink des Monats").
Gebratenes Hühner- und anderes Geflügelfleisch sowie Schweinefleisch sind in der Südstaatenküche ebenfalls beliebt, vor allem in Form des Barbecues. Das Gleiche gilt auch für frittierte Gerichte – ein direkter Einfluss der Küche der Sklaven, die das Braten in viel Fett bevorzugten.
In den letzten Jahrzehnten hat sich die Südstaatenküche mehr und mehr über die restlichen USA bis hin nach Europa verbreitet. Dazu beitragen hat sicherlich auch 1991 Jon Avnets Film „Grüne Tomaten“ – eine einzige Hommage an die Südstaatenküche.
Weitere Informationen finden Sie unter http://southernfood.about.com/