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Eiscreme
Die Chinesen haben es vor über 3000 Jahren erfunden, Kreuzritter brachten das Rezept im 11. Jahrhundert aus dem Orient nach Europa – und heute findet man unzählige Variationen in jedem Supermarkt: Speiseeis.
Das erste Eis der Menschheit war mit Früchten, Honig oder Rosenwasser aromatisierter Schnee. Die Araber bezeichneten es als „Scherbet“ – daraus wurden die heutigen Sorbets. Nachdem Marco Polo Ende des 13. Jahrhunderts aus China zurückgekehrt war, wurde Speiseeis aus Wasser und Fruchtsaft oder -püree (Granita) eine italienische Spezialität. Doch was tun, wenn weder Eis noch Schnee zur Verfügung stehen? Man nutzt, wie die Chinesen, Wasser und Salpeter oder Kochsalz, um Fruchtsaft, Zucker und Wasser zu kühlen. Heute übernehmen das kleine, elektrisch betriebene Eismaschinen, die es auch für den privaten Gebrauch gibt.
Im Prinzip kann jede gefrorene Zubereitung einer Flüssigkeit mit Zucker und Geschmacksstoffen ein Eis sein. Ob es sich bei der Flüssigkeit nun um Wasser, Milch oder Sahne handelt und der Geschmack von Gewürzen (zum Beispiel Vanille, Minze, Basilikum), Schokolade, Früchten, Kaffee, Nüssen oder Spirituosen (zum Beispiel Likör, Rum, Weinbrand) stammt, bleibt den Vorlieben und der Phantasie des Eismachers überlassen.
Das Geheimnis eines wirklich cremigen Eises liegt in der Verhinderung großer Wasserkristalle beim Gefrieren. Das erreicht man zum einen durch möglichst fein geriebene oder pürierte Zutaten und zum anderen durch ständiges oder häufiges Rühren. Dadurch werden die Eiskristalle zerrieben, und gleichzeitig gelangt Luft in die Eismasse. Wer keine Eismaschine besitzt, kann trotzdem selbst ein cremiges Eis herstellen: Einfach die Schüssel mit der Eismasse in den Gefrierschrank oder ins Gefrierfach stellen und so oft wie möglich mit dem Schneebesen umrühren.
Text: Rainer Meier
In unserer Rezeptdatenbank finden Sie u. a. folgende Rezepte für Eis, Parfait und Sorbet: