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Mousse oh, là là
Der luftig-feste Schaum gilt zwar als französische Nationalspeise, hat aber bis heute fast alle internationalen Dessertbüfetts erobert. Kein Wunder, gilt sein Geschmack doch als unwiderstehlich.
Schon in der feinen französischen Küche des 18. Jahrhunderts war Mousse (frz. = Schaum) eine ungemein beliebte Speise. So erzählt der französische Koch und Schriftsteller Menon in seinem 1755 erschienenen Buch
Les Soupers de la Cour („Das Essen am Hofe“), dass König Ludwig XV. (1710–1774) sehr gerne geschmolzene Schokolade mit heißem Wasser und mit zu Schaum geschlagenen Eiern trank. Auch der Maler und leidenschaftliche Hobbykoch Henri de Toulouse-Lautrec (1864–1901) war ein Fan des süßen, dunklen Schaums. Maurice Joyant, Lautrecs treuer Lebensbegleiter, hat die kulinarischen Erfindungen des Künstlers nach dessen Tod aufgeschrieben und als Buch veröffentlicht:
L’Art de la Cuisine („Die Kunst des Kochens“, dt. 1967). Darin befindet sich auch ein Rezept für eine „Schokoladen-Mayonnaise“. Der
Guide Culinaire des Jahrhundertkochs Auguste Escoffier (1846–1935) enthält bereits 19 unterschiedliche Mousse-Rezepte.
So richtig populär wurde der süße Schokotraum in den 1970er Jahren u. a. durch Robert Carrier, einen der ersten TV-Köche in England, der geschlagene Sahne als Schaumfestiger sowie Rum und starken Kaffee hinzufügte.
Inzwischen gibt es Tausende Rezepte für Mousse nicht nur für süße mit heller und dunkler Schokolade, mit Espresso, Marzipan, Fruchtpüree und -saft, sondern auch herzhafte mit Fisch, Fleisch, Schinken, Gänseleber, Käse und Gemüse.
In unserer Datenbank finden Sie Rezepte für folgende Mousses mit und ohne Schokolade: