Curry – Feuerwerk der Aromen
Indiens Küche steckt voller Überraschungen: Die vielen exotischen Gewürze und Kräuter verursachen auf der Zunge wahre Geschmacksexplosionen. Am beliebtesten ist „Curry“ – ein Eintopf mit Gemüse, Fleisch oder Fisch.
Bei dem Wort „Curry“ denken die meisten hierzulande zuerst an die heiß geliebte Currywurst. Das dazu verwendete Currypulver, das einer Bratwurst mit Ketchup erst das nötige feurig-fruchtige Aroma verleiht, ist jedoch nur ein Abklatsch jener intensiv schmeckenden Gewürzmischungen, die im Ursprungsland des Currys kreiert werden, in Indien. In dem riesigen südasiatischen Staat steht der Begriff „Curry“ allerdings nicht für die Würzmischung, sondern für die Art eines Gerichts: Currys sind Eintöpfe und cremige Ragouts mit Gemüse, Fleisch oder Fisch.
Die Würzmischung, das A und O jeder indischen Speise, heißt hingegen Masala. Die bekannte Mixtur „Garam masala“ (übersetzt: „heiße Mischung“) besteht aus Koriander, Kreuzkümmel, Gewürznelken, Zimt, Kardamom, Muskat und schwarzem Pfeffer. Zu den weiteren typischen Gewürzen der indischen Kochkultur, die jeweils zuerst in der Pfanne geröstet und dann gemahlen oder im Mörser zerstoßen werden, zählen Chilischoten, Senfkörner, Kurkuma, Bockshornkleesamen sowie die Blätter der Curry-Pflanze. Die gibt es zur weiteren Verwirrung nämlich auch noch. Zum Glück bietet jeder Asia-Markt fertige Würz- und Currypasten an – von mild bis höllisch scharf –, etwa von Rajah, Patak, Sabita und Pasco.
Currys sind wie das indische Volk selbst – ein buntes Sammelsurium. Hinein kommt alles, was gefällt und sich irgendwie verträgt. Eine harmonische Kombination für ein vegetarisches Curry ergeben zum Beispiel gelbe Paprika mit Auberginen, roten Zwiebeln, Zuckerschoten und Süßkartoffeln. Das klein geschnittene Gemüse wird idealerweise im Wok angebraten, in Ghee (Butterschmalz) oder Öl mit frischem Ingwer und Chili, und anschließend mit Kokosmilch und etwas Currypaste (für 4 Personen etwa 1 Esslöffel) abgelöscht. Ein Stängel Zitronengras dazu sorgt für säuerliche Frische, wird aber nicht mitgegessen. Bei schwacher Hitze sollte das Curry nun gut und gerne 30 Minuten köcheln, während sich der köstliche Duft in der ganzen Wohnung ausbreitet. Diese Wartezeit bietet sich an, um den Reis zuzubereiten. Denn erst mit einer Schüssel Basmatireis, der die Soße aufsaugt wie ein Schwamm, wird das Gericht rund – und rundum gesund.
Wer Appetit auf Fleisch hat, tauscht einfach die Kartoffeln gegen mundgerechte Happen vom Hühnerbrustfilet und erhält so eine Variante des indischen Klassikers Curry-Huhn. Freunde des rustikaleren Geschmacks bevorzugen ein Curry-Lamm: Statt Kokosmilch wird für die Soße Joghurt verwendet; das weitere Allerlei bilden Tomaten, rote Paprika und Zwiebeln, gewürzt mit Ingwer, Chili, Knoblauch und Lorbeerblättern. Für ein maritimes Curry, etwa mit Seelachsfilet oder Garnelen, sollten die Meeresfrüchte erst nach dem Gemüse im Topf landen. Die Garzeit für Fisch beträgt etwa 15, für Garnelen 5 bis 7 Minuten. Als Garnitur passt zu jedem Curry Koriandergrün – die „indische Petersilie“.
Folgende Currys finden Sie in unserer großen Rezeptdatenbank: