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1.Naturnah
Für den Drei-Sterne-Koch Thomas Bühner ist der Küchengarten von Schloss Ippenburg ein wahres Paradies
...mehr 2.Schatzkammer
Venedigs Punta della Dogana bietet moderner Kunst viel Raum
...mehr 3.Essbesteck – gar nicht so alt
Das Essen mit Löffel, Messer und Gabel ist eine vergleichsweise neue Errungenschaft, die sich erst im 19. Jahrhundert
...mehr 4.Paris Cookbook Fair
Im Frühjahr diesen Jahres fand in Paris zum dritten Mal eine der größten Kochbuchmessen der Welt statt
...mehr 5.Schiff ahoi … im Internationalen Maritimen Museum Hamburg
Alles begann mit einem kleinen, 50 Pfennig teuren Schiffchen, das Peter Tamm
...mehr 6.Die Küchenbrigade
Noch heute haben die einzelnen Köche in der Restaurantküche französische Berufsbezeichnungen
...mehr 7.J. Paul Getty Museum
Kultur, Inspiration, Erholung – ein Tag im J. Paul Getty Museum hat viel zu bieten
...mehr 8.Einfach zeitlos
Finnlands berühmte Designschmiede Iittala feiert 130. Geburtstag, die legendäre Aalto Collection wird 75
...mehr 9.Hoffnungsträger
Architekturgenie Oscar Niemeyer verhilft der kleinen spanischen Stadt Avilés zu neuem Glanz
...mehr 10.Dialog der Kulturen
Das Musée du Quai Branly in Paris ist mehr als nur ein einfaches Völkerkundemuseum
...mehr 11.Ein stimmiges Ganzes
Das Bechtler Museum of Modern Art in Charlotte ist in doppelter Hinsicht überzeugend. Nicht nur die Kunst
...mehr 12.Das Spiel mit dem Verstecken
Weltweit gibt es nur drei Fächermuseen. In Paris, in London – und in Bielefeld
...mehr 13.Ein französischer Brite
Der 10. temporäre Pavillon der Londoner Serpentine Gallery ist das Werk des Architekten Jean Nouvel
...mehr 14.Neuer Kunstraum
Als erste nationale Kulturinstitution hat das Pariser Centre Pompidou einen Ableger in der Industriestadt Metz eröffnet
...mehr 15.Antike Lichtgestalten
Unzählige archäologische Schätze der griechischen Kultur haben in einem Museum direkt am Fuße der Akropolis in Athen
...mehr 16.München leuchtet – im Museum
Eine neue Pilgerstätte für Kunstliebhaber aus aller Welt
...mehr 17.Honoré de Balzac – Romancier und Gourmet
„Comédie humaine“ nannte Honoré de Balzac sein mehr als 40-bändiges Hauptwerk
...mehr 18.Der Reiz des weißen Goldes
Vor 300 Jahren gelang in Dresden der erste Brand von weißem Porzellan in Europa
...mehr 19.Joseph Roth und der Tafelspitz
Als „heiliger Trinker“ ging er in die Geschichte der deutschsprachigen Literatur ein
...mehr 20.Glaskunst verlangt die ganze Hingabe
Die Morettis verstehen es, die Tradition der Glasbläserinsel Murano auf Objekte zu übertragen
...mehr 21.Giacomo Casanova
Der Mann, der die Frauen liebte, beherrschte auch die Kunst des feinen Speisens
...mehr 22.Die Wunderkammer am See
Das Buchheim Museum zeigt neben Meisterwerken des Expressionismus eine Menge Kuriositäten
...mehr 23.Ein Fest fürs Auge
Über den Dächern von Nizza versammelt die Fondation Maeght
...mehr 24.Die Welt entdecken
Auf 9000 Quadratmetern bietet das Phæno in Wolfsburg
...mehr 25.Wilhelm Buschs Pfannekuchen
Er kam 1832 als siebtes Kind armer Leute in einem kleinen Ort bei Hannover zur Welt
...mehr 26.Wo die Kunst ins Hotel zieht
Ein Pferd in Gummistiefeln, ein seltsamer Turm und
...mehr 27.Die Schatzkammer des Grafen
Wer im Sommer nach Italien reist, sollte sich einen Ausflug zur Villa Panza gönnen
...mehr 28.Messer vom Meister
Die moderne Küche ohne Messer aus Japan? Undenkbar
...mehr 29.Pablo Picasso
Lustig und laut ging es zu bei den Tafelrunden des Künstlers
...mehr 30.Anna Amalia Bibliothek in Weimar
Vor rund 250 Jahren errichtet, vor einiger Zeit ausgebrannt und aufwändig restauriert
...mehr 31.Thonet – auf diesen Stühlen sitzt die Welt
Seit über 180 Jahren werden sie wegen ihrer formalen Klarheit, Qualität
...mehr 32.Thomas Mann – Mit Buddenbrooks speisen
Nach dem Erscheinen seines Familien-Epos
...mehr 33.Salvator Dalí
Dem legendärsten Exzentriker des 20. Jahrhunderts
...mehr 34.Goethe, der Feinschmecker
„Dichtung und Wahrheit“ – das Leben als gestaltetes Kunstwerk
...mehr 35.Tania Blixen und „Babettes Fest“
„Wenn das nur gutgeht“, raunte ihre adelige Verwandtschaft
...mehr 36.Bezaubert vom Tessin
Das Hermann-Hesse-Museum Montagnola folgt den Spuren des Kultautors in seiner Wahlheimat
...mehr 37.Sigmund Freud als Tischherr
Mit der Psychoanalyse revolutionierte Sigmund Freud unser Bild vom Menschen
...mehr 38.Moderne Klassiker
Rund 40 Jahre sammelt Frieder Burda moderne Kunst
...mehr 39.Giuseppe Verdi – Bauer, Komponist und Feinschmecker
Fünf Jahre nach seinem ersten Welterfolg zog sich der Komponist
...mehr 40.Theodor Fontane – Romancier und Gourmet
Er war Apotheker und Korrespondent, Kriegsberichterstatter
...mehr 41.Pretiosen von Weltrang
Seit seiner Eröffnung am 15. September 2006 erlebt das Historische Grüne Gewölbe
...mehr 42.Louisiana lässt grüssen
Malerisch direkt am Meer gelegen und nur 35 Kilometer von Kopenhagen entfernt
...mehr 43.Europas neue Wunderkammer
Neuer Glanz in Berlins historischer Mitte
...mehr 44.Wo die Kamelien blühen
An drei Wochenenden im März stehen zahlreiche Privatgärten in der Lucchesia
...mehr 45.Alvar Aalto
Der weltberühmte Architekt aus Finnland verstarb vor über 30 Jahren
...mehr 46.Sachsens Glanz & Dresdens Gloria
Das Unmögliche ist geschafft: Zu seinem 800. Geburtstag präsentierte sich Dresden mit einem Elbpanorama
...mehr 47.Schöne Stücke
Wer nach Tischleuchten sucht, die kleine, eigenwillige Kunststücke sind
...mehr 48.Teatru Manoel – Perle des Barocks
Malta ist filmreif! Aus gutem Grund sind auf den Inseln im Mittelmeer, zwischen Sizilien und der Küste Nordafrikas
...mehr 49.Die Frösche der Franziska Kurth
Mit leuchtendbunten Farben und humorvoll umgesetzten Themen gibt die Bilderweberin Franziska Kurth
...mehr 50.Havannas – Kuba in aller Munde
„Manchmal ist eine Zigarre eben nur eine Zigarre“ – dieser trotzige Satz
...mehr 51.Museum Insel Hombroich – Kunst in der Natur
Zeit und festes Schuhwerk sollte man mitbringen, wenn man das Museum Insel Hombroich besucht
...mehr 52.Schatzhaus der Nation
Sechseinhalb Millionen Exponate sind unter dem Dach des British Museum im Londoner Stadtteil Bloomsbury versammelt
...mehr 53.Geschirr für eine Königin
Im englischen Staffordshire werden seit über 240 Jahren Teller, Tassen und Vasen gefertigt
...mehr 54.Die Farben unserer Erde
Leuchtendes Rot, ein Blau, das aus den Tiefen des Meeres zu kommen scheint: In einer alten Mühle im Allgäu
...mehr 55.Netsuke – Dinge, die am Gürtel hängen
Netsuke, so werden die kunstvollen japanischen Miniaturen genannt, die vor 300 Jahren
...mehr 56.Chelsea Flower Show
Seit 1888 ist sie eine Institution – und aus dem „British way of life“ ebenso wenig wegzudenken
...mehr 57.Glasdesign Borek Sípek – Poesie im Glas
Jenseits aller Trends und Moden bestehen die fantastischen, gefühlvollen Glasobjekte
...mehr 58.Vorhang auf!
Spitzenlitzen und Endlosfransen – im erzgebirgischen Annaberg hat das Posamentieren Tradition
...mehr 59.Azulejos - Fliesen aus Portugal
In Lissabon begegnet man ihnen auf Schritt und Tritt – in Fluren, an Hauswänden und Brunnen: Azulejos
...mehr 60.Orrefors Glasdesign – eingefangenes Licht
Soda, Sand und Kalk – die Zutaten für Glas sind seit Tausenden von Jahren unverändert
...mehr 61.Große Wäsche im Lauf der Zeit
Was für uns heute im wesentlichen mit einem Knopfdruck getan ist, war sechs Jahrtausende lang
...mehr 62.Wilhelm Wagenfeld – Der Meister von Max und Moritz
Seine Entwürfe folgen dem Prinzip „Form follows function“. Seine Produkte sind bekannt
...mehr 63.It’s cool, man – kleiner Streifzug durch die Kulturgeschichte der Kühltechnik
Der Kühlschrank gehört heute zu den Selbstverständlichkeiten eines jeden Haushalts
...mehr 64.Legende in Blau-Weiß
Ihre Keramiken mit dem Zeichen HB kennt jeder, doch als Person ist Hedwig Bollhagen nur Insidern bekannt
...mehr 65.Die Maschen des Mannes
Nichts ist vor seinen Nadeln sicher: Seit er das Handarbeiten vom Stigma der Betulichkeit befreite
...mehr 66.Meissen – Wiege des europäischen Porzellans
Die Geburt des europäischen Porzellans geschah zwar im Keller der Jungfernburg in Dresden
...mehr 67.Graf Rumford - ein unausstehlicher Wohltäter
Wer hat eigentlich den Englischen Garten gegründet? Die Antwort kennen selbst
...mehr 68.La Fenice – Phönix aus der Asche…
Es gibt Menschen und Tiere, die sind unsterblich. Dreimal ist das venezianische Theater
...mehr 69.Labyrinthe - Von der Magie geometrischer Gärten
Labyrinthe faszinieren den Menschen seit jeher. Die graphischen, linearen Figuren
...mehr 70.Turin für Genießer
Turin? Autos, Fußball und viel Industrie – oder? Doch die Hauptstadt des Piemont hat auch kulinarisch eine Menge
...mehr 71.Kunst im Weltformat
Der größte deutsche Museumsbau der Gegenwart
...mehr 72.Die Rolle ihres Lebens
Marie Laure de Noailles führte im Paris der 30er-Jahren ein schillerndes Leben
...mehr 73.Paradies der Impressionisten
Das Licht war es, was Künstler des 19. Jahrhunderts an der Ile de France faszinierte. Auf den Spuren von Monet
...mehr 74.Blaudruck - Von Modeln, Küpen, Papp und Indigo
Echtfarbige exotische „Indiennes“, bunte Kattunstoffe aus Indien, machten in Europa erstmals im 17. Jahrhundert Furore
...mehr 75.Kathedralen des Wissens
Bibliophile und architektonische Schätze: ein Streifzug durch drei von Europas eindrucksvollsten Büchergärten
...mehr 76.Weißwäsche – Symbol für Reinheit und Reinlichkeit
Jahrhundertelang war sie das altehrwürdige, unverzichtbare Kleid für Tisch und Bett
...mehr 77.Heißgetränk mit drei Buchstaben
Abwarten und Tee trinken – dieses geflügelte Wort deutet bereits an, welche Tugenden
...mehr 78.Bologna ist…
…das Paradies für alle, die himmlisches Essen lieben, die sich an Geschichte nie sattsehen können
...mehr 79.Bambus - Gras mit langer Vergangenheit und großer Zukunft
Seit 4000 Jahren ist Bambus eine der wohl vielseitigsten Nutzpflanzen der Welt
...mehr 80.Magische Orte
Herbergen der Ruhe und Abgeschiedenheit: ehemalige Klöster – als Hotels zu neuem Leben erblüht
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Große Wäsche im Lauf der Zeit
Was für uns heute im wesentlichen mit einem Knopfdruck getan ist, war sechs Jahrtausende lang eine wahre Staatsaktion für jeden Haushalt. Lesen Sie unsere kleine Kulturgeschichte rund ums Wringen und Walken, Bleichen und Bürsten, Spülen und Schleppen.
Endloser Kraftaufwand
Wer es sich in jener „grauen“ Vorzeit auch nur irgend leisten konnte, gab die Wäsche aus dem Haus oder zog zumindest Hilfskräfte heran, um den heutzutage kaum noch vorstellbaren Aufwand an Zeit und Kraft zu bewältigen. Kein Wunder. Allein das Kochen der Textilien war ein regelrechtes Tagewerk von bis zu zwölf Stunden. Wieder und wieder musste eine Pottaschenlauge mit heißem Wasser aktiviert werden. Vorangegangen war dieser Prozedur ein langwieriges Einweichen und Durchwalken der Wäsche in Seifenlauge. Erst beim Spülen, für das die schwere nasse Wäsche an den Fluss geschleppt wurde, konnten durch Bürsten und Schlagen Flecken entfernt werden. Selbst das Bleichen war ein dreitägiger, arbeitsintensiver Vorgang, musste die Wäsche doch dauernd befeuchtet und mehrfach gewendet werden. Und anschließend ging es an die Plackerei des Plättens und Bügelns.
Die Wäsche wurde sogar exportiert!
Seit der Antike ernährte dieser schier endlose Alltagshorror verschiedene Wirtschaftszweige – nämlich alle, die Seifen und Pottasche produzierten beziehungsweise europaweit damit handelten, sowie die Heerscharen von Waschfrauen, die im Mittelalter endgültig die Männer aus diesem Gewerbe verdrängten und sich in eigenen Zünften zusammenschlossen. Natürlich verdiente auch der Staat an diesem Geschäft. Dem römischen Kaiser Vespasian verdanken wir die Erkenntnis, dass Geld nicht stinkt – egal, woher es stammt: Er besteuerte Urin, der als Laugenzusatz verwendet wurde.
Entschieden appetitlicher muten dagegen Zusätze an, die provenzalische Seifensieder seit dem Mittelalter benutzten. Neben Olivenöl als wichtigstem Grundstoff fügten sie ihren Produkten duftende Kräuteressenzen hinzu und erlangten damit höchsten Ruhm bei Europas Reichen und Schönen, übertroffen allenfalls von den luxuriösen Seifenkugeln aus Damaskus. Derweil mochte sich das niedere Volk mit Schmier- und Kernseife begnügen.
Auch im Waschgewerbe kannte man die feinen Unterschiede. Den diesbezüglich besten Ruf genossen die Niederländer: Niemand wusch weißer. Der Pariser Adel schätzte ihre Qualitätsarbeit so sehr, dass er seine Wäsche zur Reinigung nach Holland exportierte. Das Geheimnis des besonderen Weiß lag im Bläuen mit Indigo – und für diesen Farbstoff besaßen die gewitzten niederländischen Überseekaufleute das Handelsmonopol. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts wurde dieser logistische Aufwand sogar noch überboten, als die Créme de la Créme begann, ihre Schmutzwäsche in die Karibik zu verschicken.
Endlich: Die Revolution!
Eine Vielzahl von geschönten Genredarstellungen – hübsche Mädchen, am Bache plaudernd und nebenher eine Serviette spülend – überliefern das irreale Bild einer Idylle. Die „große Wäsche“ bedeutete harte körperliche Arbeit, nicht ohne gesundheitliche Folgen für die Frauen. Erkältungen durch das Waschhausklima, zerschundene Hände durch die ätzende Waschlauge sowie Rubbeln und Wringen, Rückenschmerzen durch die gebückte Haltung am Waschbottich und Unterleibsleiden durch das Wuchten der schweren Nasswäsche blieben nicht aus. Erst im vorigen Jahrhundert setzten Entwicklungen in den Naturwissenschaften ein, die allmählich die Hausarbeit im allgemeinen revolutionieren sollten – und im besonderen die große Wäsche. Zum einen schuf die Chemie neue, „selbsttätige“ Waschmittel wie etwa das seit 1907 erhältliche Persil. Zum anderen wurde mit dem Elektromotor eine universelle Kraftmaschine erfunden, die sich auch in kleinstem Maßstab wirtschaftlich einsetzen ließ. Nicht zuletzt die Haushalte profitieren von ihrem unschätzbaren Nutzen – bis heute. 1914 produzierte Miele seine erste Waschmaschine mit Elektroantrieb, 1958 den ersten deutschen Vollautomaten und 1999 eine neue Generation auf sensortechnologischer Basis. Seither können wir allenfalls klagen, die Socken immer noch selbst sortieren zu müssen ...