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Fremde Küchen
In ferne Länder reisen kann man auch zu Hause – in der Küche und am Esstisch. Wir haben vier kulinarische Reiseführer für Sie ausgewählt:
Nikko Amandonico begleitet Sie durch sein Parma, eine der traditionsreichsten Städte der Emilia-Romagna. Unter dem durchaus ernstzunehmenden Titel „Lustvoll leben und genießen im Bauch von Italien“ stellt er lokale Käse-, Wurst- und Schinkenhersteller, Nudelmacher und Winzer vor und präsentiert 70 Rezepte der klassischen italienischen Menüfolge: Antipasti, Primi, Secondi und Dolci (Edition Styria, 178 Seiten, 39,95 Euro).

Luke Nguyen (geb. 1978) betreibt im australischen Sydney mit seiner Schwester das mehrfach ausgezeichnete Restaurant „Red Lantern“. Für sein sehr persönliches Buch Vieatnam reiste er kreuz und quer durch Vietnam, die Heimat seiner Eltern, Tanten, Onkel und Großeltern: Bei Verwandtenbesuchen, in Garküchen und Restaurants sammelte er Geschichten und über 100 Originalrezepte aus allen Regionen Vietnams (Collection Rolf Heyne, 344 Seiten, 39,90).

Arto der Haroutunian (1940–1987) eröffnete 1970 zusammen mit seinem Bruder das erste armenische Restaurant im englischen Manchester. Doch sein großes Interesse galt der Kultur der Länder des Vorderen Orients. In seinem ersten in deutscher Sprache erschienenen Kochbuch Zauber der orientalischen Küche präsentiert er 130 authentische Rezepte aus Syrien, Armenien, der Türkei und dem Iran (Edition Styria, 208 Seiten, 29,95 Euro).

Die studierte Sinologin und Übersetzerin Martina Hasse führt uns mit ihrem Buch in Die chinesische Tempelküche und serviert uns über 100 vegetarische Originalrezepte aus buddhistischen Klöstern, wo nach ihnen gekocht und wo sie auch fotografiert wurden. Obwohl exotisch, können viele Rezepte auch hier bei uns nachgekocht werden (AT Verlag, 232 Seiten, 29,90 Euro).