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Grundsätzliches
... findet in Kochbüchern kaum noch statt. Wir haben drei Kochbücher ausgewählt, die sich ganz dem kreativen Handwerk verschrieben haben und den Lehrling zum Meister machen. Doch auch für Kritisches ist Platz: „Der letzte Fisch im Netz“.
Fast jeder kennt Johann Lafer, den Fernsehkoch. Dass er aber auch ein richtig guter Koch ist, zeigt er in seinem Buch Der große Lafer – Die Kunst der einfachen Küche (480 Seiten, 39,90 Euro, Gräfe und Unzer, Januar 2010). Er präsentiert 60 Küchenklassiker mit Schritt-für-Schritt-Fotos und zeigt, wie man sie variiert. Das Ergebnis sind 250 Rezepte, raffiniert gewürzt mit der 30-jährigen Berufserfahrung eines leidenschaftlichen Sternekochs.

Lange vergriffen, jetzt endlich überarbeitet wieder erschienen: Das Saucenbuch von Siegfried Hablizel mit über 800 (!) köstlichen Rezepten (328 Seiten, 49,90 Euro, Matthaes Verlag, 2009). Neben Grundlagen für Fonds und Saucen zu Fleisch, Wild, Geflügel, Pasta, Salat, Fisch, Krustentieren und Süßspeisen enthält der lediglich farblich illustrierte Band auch exotische Chutneys, Dips, Brotaufstriche, Marinaden, Buttermischungen und Sabayons.

Keine Angst vor großen Fischen: Das große Fischbuch (416 Seiten, 25 Euro, Edition Fackelträger, Februar 2020) verbindet Warenkunden, Küchenpraxis und über 300 Rezepte auf hilf- und lehrreiche Art, gibt Informationen zu Garmethoden, nützliche Tipps zu Einkauf, Lagerung von Fischen und Meeresfrüchten und enthält zudem Sonderteile über Kräuter, Gewürze und Saucen.

Der kanadische Journalist und Sachbuchautor Taras Grescoe hat auf einer Reise über die sieben Weltmeere den ökologisch vertretbaren Fischteller gesucht. Ob Thun-, Hai- oder Schwertfisch, bis zu 80 % des weltweiten Bestands an Speisefisch sind heute verschwunden, für Kabeljau hat sich ein lukrativer Schwarzmarkt etabliert, viele Küstenregionen erleben ihren ökologischen und finanziellen Niedergang. In Der letzte Fisch im Netz (560 Seiten, 19,95 Euro, Blessing Verlag, Januar 2010) beschreibt Grescoe unterhaltsam und spannend „wie wir die wichtigste Nahrungsquelle der Welt retten können – die Meere“.