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Warenkunden
Ohne gute Zutaten gibt es keine gute Küche. Eine genaue Kenntnis der verwendeten Lebensmittel ist ebenso wichtig wie handwerkliches Können. Die folgenden Bücher sind nicht nur informativ, sondern auch anregend.
Jetzt im Herbst ist der Wald voll reifer Esskastanien (Maronen). Sonja Schubert und Barbara Lutterbeck beschreiben in Edle Kastanien nicht nur ausführlich die begehrten Delikatessen, sondern auch, was man alles mit ihnen machen kann (u. a. rösten, blanchieren, pürieren), und stellen 50 Rezepte von herzhaft bis süß vor (88 Seiten, Edition Styria, 14,90 Euro).

Die Kartoffel ist – zumindest in Deutschland mit einem Verbrauch von fünf Kilogramm pro Haushalt in der Woche – die beliebteste Ackerfrucht. Luzia Ellert (Fotos), Gabriele Halper (Rezepte) und Elisabeth Ruckser (Text) haben die ganze Vielfalt der Kartoffel ausgelotet und 124 Rezepte entwickelt, in denen sie sowohl Haupt- wie auch Nebendarsteller ist (288 Seiten, Collection Rolf Heyne, 45 Euro).

Zwei Drittel Warenkunde, ein Drittel Rezepte lautet das Konzept von Rose Marie Donhauser (Text) und Danijel Kresovic (Rezepte) für ihr prächtiges Buch Gewürze. Das große Kochbuch – wobei bereits in den Warenkunden die wesentlichen Anwendungen der Gewürze beschrieben werden. Die jeweiligen Porträts enthalten auch (noch) eher unbekannte Ingredienzen wie Ajowansamen, Mönchspeffer, Paradieskörner und Sumach (240 Seiten, Umschau, 34,90 Euro).

Autor und Fotograf Thomas Ruhl liefert in Kräuter, Kressen, Sprossen nicht nur Hintergrundwissen zu bekannten Pflanzen, sondern auch zu (fast) vergessenen und neuen Wurzeln, Blättern und Blüten. Spitzenköche wie Nils Henkel und Jean-Marie Dumaine liefern dazu Rezepte, in denen Kräuter, Kressen und Sprossen die Hauptrolle spielen (240 Seiten, Matthaes, 69,90 Euro).