Per Wasserflugzeug geht es vom Royal Airport über die blitzweiße Architektur der Hauptstadt und den spektakulären Formel-Eins-Parcours hinweg die Küste entlang. Sir Bani Yas gehört zu den Desert Islands und konnte früher nur mit königlicher Einladung besucht werden.
Mit seinen mangrovengesäumten Lagunen und Sandbänken von Sheikh Zayed vor mehr als 25 Jahren zum Schutzgebiet für Arabiens bedrohte Tierwelt erklärt, haben hier bis heute 23 verschiedene Arten ihren Lebensraum gefunden, darunter die arabische Oryx-Antilope. Im Rahmen seiner „Greening of the Desert Campaign” ließ der Herrscher auch auf Sir Bani Yas Büsche und Bäume pflanzen, die mit Wasser aus Entsalzungsanlagen künstlich bewässert werden.
Wir wohnen im „Anantara Desert Islands Resort & Spa”, dem einzigen und ersten Luxushotel der Insel. Die massige Fassade zur Landseite schützt vor allzu großer Hitze. Zur Meer- und Poolseite wirken die schattigen Balkone und lauschigen Terrassen der 64 Gästezimmer, Suiten und Villen sehr charmant. Vier traditionelle Wind Towers sorgen für Luftzirkulation und angenehme Innentemperaturen.
Ein arabisch-afrikanischer Stilmix bestimmt die Interieurs – dunkle Hölzer, Stoffe in Erdtönen, fein ziselierte Metallarbeiten. Es gibt arabische und mediterrane Küche, in bester Qualität, Seafood, butterzartes Lamm und hervorragende Weine – am stimmungsvollsten bei einem Barbecue am Pool.
Der Game Drive zu Gazellen und Geparden am nächsten Morgen, die Kajaktour durch die Mangroven und der Wadi Walk vor dramatischem Sonnenuntergang lassen uns das Zuviel an Kalorien wieder verbrennen. Nicht zu vergessen die Treatments im Safaa Spa, von thailändischen Profis perfekt ausgeführt.
Szenenwechsel – unser Ziel ist die Liwa Wüste. Die schnurgerade Asphaltpiste führt durch eine sandige Mondlandschaft. Wir erreichen das „Qasr Al Sarab Desert Resort by Anantara” zur blauen Stunde, eine unwirklich erscheinende Szenerie: Wie eine alte Festung erhebt sich die Anlage inmitten der bis über 200 Meter hohen Sanddünen. Zum Teil mit alten Materialien und mit Hilfe alter Techniken errichtet, soll es an die kulturellen Wurzeln des Emirats erinnern, die Familie des Regenten stammt von hier.
Die 154 Zimmer, zehn königlichen Suiten und 42 Villen wurden mit handgefertigtem Mobiliar, darunter viele Antiquitäten, bestückt, es gibt wunderschöne Teppiche und Stoffe, die Farbgebung orientiert sich an dunklen Hölzern und Rot- sowie Erdtönen.
Drei Restaurants und eine Bar bieten arabische wie mediterrane Spezialitäten. Im Anantara Spa wählen wir zwischen orientalischen und asiatischen Treatments, natürlichen Essenzen und seltenen Ölen, was besonders nach dem ersten Kameltrekking zu empfehlen ist.
Text: Regine Smith Thyme
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