Ein Glücksfall! Zwei- bis dreimal in der Woche besucht Thomas Bühner seither das grüne Paradies in Bad Essen, um mit einem seiner Mitarbeiter frische Zutaten für sein Restau-
rant „la vie“, das erst kürzlich mit einem dritten Michelin-Stern ausgezeichnet wurde, zu ernten.
Essbare Blüten, unzählige Kräuter, Gemüse in Hülle und Fülle – so viele Aromen und Farben inspirieren den Küchenchef auch zu ganz neuen Kreationen. Neben den Artischocken hat es dem Genussmenschen Bühner insbesondere die Vielfalt der Kartoffeln angetan.
Mehr als 20 verschiedene Sorten, darunter die tief violette „Vitelotte“, eine französische Trüffelkartoffel, und die als Delikatesse bekannte „Rosa Tannenzapfen“, warten auf ihren großen Auftritt im Gourmetrestaurant – oder auf dem Esstisch der Familie von dem Bussche.
Zwischen den Kartoffeln tummeln sich biologisch angebaute dicke Bohnen, Kohlrabi, Spinat und Ringelblumen. Im Gurkenbeet wachsen Zwiebeln, Fenchel und Koriander friedlich Seite an Seite, denn der Garten ist nach dem Prinzip der Mischkultur bepflanzt.
Kennengelernt haben sich Viktoria von dem Bussche und der Sternekoch übrigens auf Initiative der Schlossherrin. Nachdem sie in der Zeitung von Thomas Bühners Vorliebe für alte Kartoffelsorten erfahren hatte, besuchte sie ihn kurzerhand mit einer kleinen Auswahl aus ihrem Garten – der Anfang einer erfolgreichen Zusammenarbeit war gemacht.
In ihrem Buch „Ich träume von einem Küchengarten“ (176 Seiten, Callwey, 40 Euro) unternimmt Viktoria von dem Bussche eine bezaubernde Reise durch die Geschichte der Küchengärten − mit praktischen Tipps für die eigene Gestaltung.
Text: Regine Smith-Thyme
Wer einmal selbst durch die Ippenburger Schlossgärten streifen möchte, findet mehr Informationen unter www.ippenburg.de.