Alles Kohl
Er ist klein oder groß, rund oder spitz, filigran oder wuchtig, weiß, grün oder rot: Kaum ein Gemüse hat so viele Varianten hervorgebracht wie der Kohl.
„Arme-Leute-Essen“
Lange Zeit galt Kohl als „Arme-Leute-Essen“, dabei ist er fast auf der ganzen Welt verbreitet und hat einen festen Platz in der Spitzengastronomie. Seinen schlechten Ruf verdankt der „Kappes“, wie ihn die Rheinländer nennen, einerseits seinem Schwefelgehalt, der beim Kochen jenen markanten Geruch verströmt, der an schlecht gelüftete Jugendherbergen erinnert, und andererseits der lange Zeit verbreiteten Unart, ihn viel zu lange zu kochen. Kohl darf – klein geschnitten – nur kurz gedämpft, gedünstet, gebacken oder gebraten werden, sonst verliert er an Geschmack und Farbe und seine knackige Konsistenz. Bis auf Wasserrüben und Rosenkohl können die meisten Kohlarten auch roh gegessen werden, z.B. als Salat. Kohl ist überwiegend kalorienarm und nährstoffreich.
Stärkt das Immunsystem
Außerdem enthält er jede Menge Eisen, Beta-Karotin, Calcium, Kalium sowie Vitamin B, C und E. Er stärkt das Immunsystem und soll krebsvorbeugend wirken. Einziger Nachteil: Der Genuss von Kohlgerichten führt häufig zu Blähungen. Dagegen helfen so genannte Karminativa (lat. carminare = reinigen) wie Kümmel (einfach mitkochen), Fenchel, Kamille oder Pfefferminze, die, nach dem Essen als Körner gekaut oder als Tee genossen, ihre zugleich entkrampfende wie verdauungsfördernde Wirkung entfalten. Wohl bekomm’s!
Hier einige Kohl-Rezepte, die gut zur Jahreszeit passen: