
Foto: Andre - Fotolia.com
Ananas
Nur wenige exotische Früchte aus der neuen Welt wurden nach ihrer Entdeckung so schnell geschätzt und weltweit angebaut wie die südamerikanische Ananas.
Als Christoph Kolumbus vor über 500 Jahren auf einer karibischen Insel die Ananas „entdeckte“, erkannte er sofort das Potenzial der Frucht: Die Inselbewohner tranken den Saft zur Erfrischung, zur Förderung der Verdauung und als Allheilmittel gegen Bauchschmerzen. Die Frauen benutzten ihn zur Reinigung und Pflege ihrer Haut.
Über Zentral- und Südamerika gelangte die Ananas auf den afrikanischen Kontinent, auf die Philippinen, nach China und nach Hawaii. Heute kommen die Früchte ganzjährig entweder aus Costa Rica, Ecuador, Mexiko, Panama oder aus Kenia, Guinea, Südafrika, von der Elfenbeinküste, aus Madagaskar oder Mauritius.
Die Engländer bezeichnen die Ananas als pineapple (Kiefernapfel), weil ihre Form an einen Kiefernzapfen und das saftige Innere an einen Apfel erinnert.
Ananas reifen nach dem Pflücken nicht nach – deshalb immer auf den Reifegrad achten! Sie geben auf Fingerdruck leicht nach, duften intensiv, und die Blätter lassen sich leicht aus der Blattkrone ziehen. Früchte mit grüner Schale sollte man liegen lassen.
Wichtig für Frische und Saftgehalt ist das Gewicht: je schwerer, desto frischer und saftiger. Ganze Früchte können kühl ein bis zwei Wochen gelagert werden. Angeschnittene, mit Frischhaltefolie überzogene Exemplare halten sich im Kühlschrank mehrere Tage.
Das in frischen Früchten enthaltene Enzym Bromelain verhindert, dass Gelatine fest wird, und macht Quark und Kuchenteig bitter. Kocht man Fruchtfleisch oder Saft, passiert das nicht.
Grüner oder frisch gemahlener schwarzer Pfeffer intensiviert den Geschmack.
Ananas sorgt dafür, dass ein Obstsalat saftiger und aromatischer wird, sie ziert Kuchen und Torten, verleiht Currys und Salaten eine fruchtige Note und schmeckt auch gegrillt hervorragend.
Text: Rainer Meier
Folgende leckere Rezepte mit Ananas finden Sie in unserer Rezeptdatenbank: