Brunnenkresse – Pikantes Kraut
Einst säumte sie unsere Bäche und Seen, doch mit zunehmender Umweltverschmutzung ist sie in der freien Natur rar geworden – die Brunnenkresse. Eigentlich schade, eignet sie sich doch hervorragend zum Würzen von Salaten und Saucen. Und auch als Suppe macht sie eine prima Figur.
Aus Frankreich oder aus dem eigenen Garten
Brunnenkresse (lat. Nasturtium officinale), auch Wasserkresse genannt, wächst in ganz Europa an den feuchten Ufern von sauberen Bächen und Teichen. Ihre Sprossen kriechen am Grund entlang, und die bis zu 70 Zentimeter langen Stengel wachsen über die Wasseroberfläche hinaus. Sie tragen kräftige, fleischige grüne Blätter. Frische Brunnenkresse gibt es ganzjährig aus Frankreich und in den Sommermonaten auch aus Deutschland. Man kann sie aber auch im Garten oder auf dem Balkon von April bis August in großen Töpfen kultivieren, die allerdings sehr feucht gehalten werden müssen.
Powervitamin mit feinem Geschmack!
Brunnenkresse ist eine der nährstoffreichsten Salatpflanzen überhaupt. Sie enthält viele Vitamine (vor allem C) sowie Jod, Eisen, Kupfer und Senföle. Letztere sind verantwortlich für den leicht scharfen Geschmack. Brunnenkresse passt vorzüglich zu Löwenzahn-, Brennnessel- oder Kartoffelsalat, gehackt und mit Mayonnaise vermischt zu gekochten Eiern und kaltem Braten. Wie gesagt: Auch als Suppe ist sie eine kleine Köstlichkeit und in ihrem feinen, leicht scharfen Geschmack kaum zu überbieten.