
Foto: Cranberry Marketing Committee
Cranberries
Sie sind herb, ziemlich sauer und gesund. Trotzdem oder gerade deswegen finden Cranberries auch außerhalb ihrer Heimat USA immer mehr Anhänger.
Als die ersten europäischen Siedler im 17. Jahrhundert die bei uns unter dem Namen Moosbeere bekannte Pflanze in den Hochmooren im östlichen Nordamerika entdeckten, erinnerten die merkwürdig geformten Staubfäden der Blüte sie an den Schnabel eines Kranichs. Und schon hatte die Frucht einen neuen Namen: Kranichbeere bzw. auf Englisch „cranberry“. Die zur Gattung der Heidelbeeren zählende nordamerikanische Großfrüchtige Moosbeere (
Vaccinium macrocarpon) ist robuster und nicht ganz so rund wie die in Europa und Asien vorkommende Gewöhnliche Moosbeere (
Vaccinium oxycoccus).
Cranberries wachsen an Sträuchern, die sich am Boden kriechend ausbreiten. Beim kommerziellen Anbau, vor allem in Neuengland, werden die Felder zur Erntezeit im September und Oktober mit Wasser geflutet. Spezielle Maschinen trennen die Beeren vom Busch und sammeln sie von der Wasseroberfläche ein. Bevor sie als frische Ware in den Handel kommt, muss jede einzelne Beere sieben Mal (!) über eine zehn Zentimeter hohe Barriere springen, um ihre Festigkeit und Unversehrtheit zu beweisen. Nur die Beere, die dies unbeschädigt übersteht, wird als ganze Frucht verkauft. Diejenige, die scheitert, wird zu Saft oder Kompott verarbeitet.
Cranberries enthalten jede Menge gesundheitsfördernde sekundäre Pflanzenstoffe, Vitamin C, A und K sowie Natrium und Kalium. Durch ihren hohen Gehalt an Pektin gelieren sie, mit Zucker und Wasser aufgekocht, zu einer dickflüssigen Sauce, die gut zu Geflügel und Wild, Kürbis und Rotkohl passt. Klein geschnitten oder püriert, werden Cranberries mit Apfel-, Orangen- oder Ananassaft zu einem fruchtigen Relish. Zusammen mit Gewürzen wie Vanille und Zimt machen sie Walnussmuffins, Apfelkuchen und -strudel zu einer besonders delikaten Leckerei. Und der Cocktail „Cosmopolitan“ verdankt den Cranberries seine rote Farbe.
Frische Beeren können bis zu drei Monate im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahrt oder eingefroren werden. Bei minus 18 Grad Celsius sind sie mindestens ein Jahr lang haltbar.
Weitere Infos unter www.cranberries-usa.de
Hier einige Rezepte mit Cranberries: