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Mango
Der „Apfel der Tropen“ ist eine der ältesten Obstsorten der Welt. Das gelbe bis orangefarbene, überaus saftige, süß-säuerliche Fruchtfleisch wird von einem großen, flachen Kern ganz fest gehalten.
Es soll Menschen geben, die einer Mango nichts abgewinnen können: zu faserig, zu schwer vom Stein zu lösen und leicht terpentin-muffig im Geschmack, lautet ihr Urteil. Kein Wunder, denn sie haben eine Frucht probiert, die unreif geerntet und unsachgemäß gelagert wurde. Frische, reife Mangos sind saftig und fest und schmecken herrlich süß-säuerlich.
Im Jahr 1673 äußerte ein Reisender gar die Ansicht, dass Nektarine, Pfirsich und Aprikose es geschmacklich nicht mit der Mango aufnehmen könnten. In den Veden, den heiligen Schriften des Hinduismus, wird sie um 1200 v. Chr. als „Götterspeise“ beschrieben, und noch heute bieten Hindus sie den Göttern als Zeichen des Reichtums und der göttlichen Süße dar.
Bereits vor 4000 Jahren wurden Mangobäume an den Ufern des Ganges kultiviert – sie erreichten ein Alter von 100 Jahren. Ursprünglich stammt die zur Familie der Sumachgewächse gehörende Steinfrucht Mangifera aus dem tropischen Regenwald zwischen Assam (Ostindien) und Myanmar (Birma).
Noch heute gilt Indien mit einer Produktion von 9,5 Millionen Tonnen pro Jahr als Haupterzeuger. Dabei werden die bis zu 45 Meter hohen Bäume inzwischen auch in den USA (Florida, Hawaii), Süd- und Mittelamerika (Mexiko), im tropischen Gürtel Afrikas (Kenia, Elfenbeinküste), in weiten Teilen Asiens (Thailand, Philippinen), Australien und Spanien (Costa del Sol, Kanarische Inseln) angebaut.
Mango ist nicht gleich Mango: Rund 1000 Varietäten von pflaumen- bis melonengroß wachsen weltweit, und ihre Schalen können – je nach Art – in reifem Zustand grün, gelb, rot oder violett sein. Die Früchte werden zu Saft und Kompott, zu Marmelade, Gelee und Eiscreme verarbeitet und finden sich als „Weichmacher“ in so manchem Curry. Unreife Mangos werden für herzhafte Chutneys und Mixed Pickles verwendet, die man in England süß und in Indien salzig bevorzugt. Das aus den noch unreifen Früchten gewonnene Mangopulver (amchur) ist ein ganz wesentlicher Bestandteil von Currymischungen.
Selbst in einem Cocktail sind Mangos bereits verewigt: Zusammen mit Champagner, Limettensaft und einer Spur Honig entsteht der „Mogul Fizz“.
Beim Einkauf sollte man darauf achten, dass die Mango frisch, fruchtig und angenehm riecht. Die Schale sollte ein wenig, aber nicht zu stark nachgeben und keinerlei schwarze Flecken aufweisen, die ein Hinweis auf Bakterien- oder Pilzbefall sein können. Die Farbe selbst ist kein Reifekriterium, denn manche Mangosorten sind selbst vollreif noch grün oder nur stellenweise gelb oder rötlich gezeichnet.
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