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Okra
Die länglichen grünen Schoten sind ein unverzichtbarer Bestandteil der amerikanischen Südstaatenküche und westafrikanischer Eintöpfe.
Ursprünglich aus Ostafrika (Äthiopien) stammend, brachten Sklaven die zur Familie der Malvengewächse gehörenden Fruchtkapseln (
Abelmoschus esculentus) in den Südosten der Vereinigten Staaten. In ihrer Heimat heißen die fingerlangen, im Durchschnitt sechs- bis achteckigen Okras „Gombo“, wie auch der gleichnamige scharfe Eintopf aus Hühnchenfleisch, Okra, Tomaten, Zwiebeln und Knoblauch. Im achten Jahrhundert brachten Mauren die Frucht nach Spanien. Von dort gelangte sie in die anderen Mittelmeerländer.
Die dunkelgrüne Gemüsefrucht wird unreif geerntet und hat einen mild-herben, würzigen, pikant-säuerlichen Geschmack, der an frische Stangenbohnen erinnert.
Okras sind kalorienarm und reich an Kalzium, Eisen, Vitamin A, B und C, sondern aber beim Kochen einen milchartigen Schleim ab, der sich zum Binden von Suppen und Eintöpfen eignet. Die Schleimbildung kann man verhindern, wenn die Okras fünf Minuten in kochendem Wasser mit einem Schuss Essig blanchiert und anschließend in kaltem Wasser abgeschreckt werden.
In Indien werden Okras wie Spargel zubereitet, sauer eingelegt und mit Zwiebeln und Knoblauch in Butterschmalz gebraten. Im Mittleren Osten isst man sie in Eintöpfen, Suppen und Aufläufen. In Afrika und Madagaskar werden Okras nicht nur frisch, sondern auch getrocknet verwendet. In New Mexico bereitet man aus Okras, weißen Riesenbohnen, Tomaten und Garnelen einen würzigen Eintopf zu, in Brasilien werden sie im Ganzen frittiert oder in fingerdicke Stücke geschnitten und kurz in Olivenöl angebraten.
In der Karibik gehören Okras zu den Grundnahrungsmitteln. Angeblich ist Fufu, ein kubanisches Okragericht, eine der Lieblingsspeisen Fidel Castros, der es liebevoll „unser Beefsteak“ nennt, weil es ihn an die Tage erinnert, die er als Guerillero in den Bergen verbrachte.
Im unserer Rezeptdatenbank finden Sie folgende Speisen mit Okra: