Zucchini
Während Zucchini in Italien bereits vor hunderten von Jahren die Grills, Pfannen und Kochtöpfe eroberten, sind sie in Deutschland ein typisches Kind des Wirtschaftswunders der sechziger Jahre.
Wurde schon von den Azteken, Inkas uns Mayas angebaut
Zucchini (Cucurbita pepo var. giromontiina) sind eine Zuchtform des Speisekürbis (Cucurbita), und der wurde schon von den Azteken, Inka und Maya in Mittel- und Südamerika angebaut. Ihren Namen verdankt die gesunde Frucht jedoch den Italienern, denn Zucchini ist die Verkleinerungsform des italienischen Wortes für Kürbis – zucca. In Italien ist das Angebot der bis zu über 40 Zentimeter langen und bis zu zwei Kilo schweren, gurkenähnlichen Früchte auch am größten. Es gibt sie in Weiß, Cremefarben, Hell- bis Dunkelgrün, hellgrau gesprenkelt, gelb gestreift oder auch leuchtend gelb, was ihnen in den USA den Namen „Goldrush“ einbrachte. Eine besondere Varietät sind die kleinen runden, grün bis gelblichen Mini- oder Baby-Zucchini. Alle Sorten und Arten haben weißes bis hellgrünes Fruchtfleisch, das roh genossen leicht nussig schmeckt, ansonsten eher fade ist. Die vielen kleinen, weichen Samenkerne können ohne weiteres mitgegessen werden, obwohl man sie in der Sterneküche aus optischen Gründen gerne entfernt.
Schmecken roh, gedünstet, geschmort ...
Zucchini sind ganzjährig im Angebot und werden in halb ausgewachsenem Zustand, d. h. bei einer Länge von 15 bis 20 Zentimetern, geerntet. Beim Einkauf sollten die Früchte fest sein und eine unbeschädigte Schale haben. Im Gemüsefach des Kühlschranks halten sie sich bis zu drei Wochen frisch, dürfen dabei aber keinen Temperaturen unter 10° C ausgesetzt werden. Auch sollte man sie von Tomaten und Obst fern halten, da sie sonst schnell verderben. Zucchini passen als dünne Stifte roh zum Salat und lassen sich hervorragend dünsten, schmoren, braten, frittieren, überbacken und füllen (z. B. mit Hackfleisch, Tomaten und Blauschimmelkäse oder Reis mit Gemüse-Julienne). Man kann sie aber auch als Mantel für eine Terrine benutzen oder zu einem zarten Flan verarbeiten. Eine besondere Delikatesse – und im Handel kaum erhältlich – sind im Sommer die knallgelben Zucchiniblüten. Gut, wer selbst einen Garten oder Gartenfreunde hat.
Tipp: Es schadet der Pflanze überhaupt nicht, wenn man bei der Blütenernte auch die anhängenden Minizucchini abschneidet – ganz im Gegenteil, denn das regt die Pflanze an, neue Fruchtansätze zu bilden. Die männlichen Blüten enthalten einen Fruchtansatz und werden gern mit Käse gefüllt (z. B. Feta, Frischkäse, Mozzarella), die weiblichen Blüten sind zum Ausbacken geeignet.
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