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TRINKGESCHICHTE
Federweißer – junger Wein mit viel Geschmack
Foto: Deutsches Weininstitut (DWI)
Federweißer – junger Wein mit viel Geschmack
Die jetzt beginnende Weinlese beschert uns nicht nur neuen Wein im nächsten Jahr, sondern mit dem Federweißer bereits jetzt ein prickelnd-fruchtiges Vergnügen.


Auch als Bitzler, Rauscher oder Sauser bekannt, sendet der Federweiße herbstliche Grüße von der Weinlese aus den Weinbergen. Sein Name ist übrigens auf die Hefen zurückzuführen, die wie winzige Federchen im Glas tanzen. Sie sind auch für das leichte Prickeln des jungen Weins verantwortlich. „Wenn die biologisch aktiven Hefen während der Gärung den natürlichen Zucker im frisch gepressten Traubensaft in Alkohol verwandeln, entsteht auch Kohlensäure, die langsam entweicht“, erklärt Ernst Büscher vom Deutschen Weininstitut (DWI). Manchmal ist der junge Wein – aus roten Trauben gewonnen – auch als roter Rauscher anzutreffen.


Idealerweise trinkt man den neuen Wein auf dem halben Weg vom Traubensaft zum Wein, wenn sich Süße, Alkohol und Fruchtsäure in guter Balance befinden. Zu diesem Zeitpunkt weist er einen Alkoholgehalt von etwa 5 Volumprozent auf. Im weiteren Verlauf der Gärung weicht die anfänglich verführerische Süße nach und nach dem Alkohol und verleiht dem Federweißen eine zunehmend herbe Note. Der neue Wein zeigt übrigens schon die ersten Merkmale und Fruchtaromen des neuen Weinjahrgangs.

Dank der guten Nachfrage ist Federweißer aus deutschen Anbaugebieten heute auch bundesweit in vielen Supermärkten oder im Weinfachhandel erhältlich. Beim Einkauf ist allerdings Vorsicht geboten: Da die Gärung auch in der Flasche weitergeht, ist diese mit einer luftdurchlässigen Kapsel verschlossen, damit die Kohlensäure entweichen kann. Die Flasche muss daher stets aufrecht stehend transportiert werden.

Das Deutsche Weininstitut empfiehlt, zu Hause zunächst ein wenig vom Federweißen zu probieren. Ist er geschmacklich genau richtig, dann nichts wie ab in den Kühlschrank damit, denn Kälte stoppt den Gärungsprozess und verlängert so den Genuss. Schmeckt er noch zu süß, sollte man ihn bei Zimmertemperatur aufbewahren. Nach sechs bis acht Stunden kann man ihn erneut probieren und, wenn der optimale Süßegrad erreicht ist, ihn kalt stellen. Dann trifft er sich mit Zwiebelkuchen, Esskastanien oder Quiches zu einem köstlich-herbstlichen Rendezvous.


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