Europäer, die in diese Länder reisten, berichteten von der wohltuenden Wirkung des Getränks. So schrieb zum Beispiel ein Italiener 1615 aus Konstantinopel: „Die Türken besitzen ein Getränk von schwarzer Farbe, das im Sommer sehr kühlend wirkt, während es im Winter den Körper wärmt.“ Nicht nur Reisende, auch Geschäftsleute interessierten sich bald für die Pflanze. Ende des 17. Jahrhunderts legten holländische Seefahrer heimlich an der Küste Mokkas an. Mit Hilfe einer List gelangten sie an eine Kaffeepflanze. Man sagt, dass sie diese direkt in ihre Kolonie Batavia brachten, wo sie sich im tropischen Klima sehr wohlfühlte und so gut gedieh, dass die Holländer schon wenige Jahre später den Weltkaffeepreis diktierten: Die Araber waren ihrer Vormachtstellung beraubt. Zumal auch der Rest Europas in den lukrativen Handel einstieg. Die Franzosen pflanzten Kaffee in der Karibik und in Südamerika, die Spanier auf Puerto Rico und Kuba. Die Briten zogen als Letzte nach: 1730 starteten sie in Jamaica damit, warteten aber in Indien noch fast 100 Jahre mit dem Anbau.
In Deutschland hatte sich zum Ende des 18. Jahrhunderts eine wahre Kaffeemanie entwickelt, was Friedrich den Großen, König von Preußen, in eine sehr missliche Lage brachte. Denn einerseits war er ein großer Liebhaber des heißen Getränks, andererseits verlor das Land durch den Einkauf des Exoten wertvolle Devisen. Am 21. Januar 1781 erließ er deshalb eine Verordnung, die den privaten Besitz von ungebranntem oder geröstetem Kaffee untersagte. Zur Kontrolle ließ er „Kaffeeschnüffler“ durch die Straßen ziehen. Die eigens eingestellten
Inspektoren sollten Übeltäter, die sich eine Tasse Kaffee zubereitet hatten, aufspüren. Adlige und Reiche durften allerdings weiterhin ihre heiße Tasse Kaffee genießen. Auch zahlreiche Regierungen anderer Länder versuchten, den Kaffeegenuss auf die oberen Klassen zu beschränken, denn allzu häufig wurde er in Kaffeehäusern getrunken, in denen so seltsame Ideen wie Demokratie und Freiheit kursierten. Auch medizinische Gründe wurden oft ins Feld geführt – alles ohne nachhaltigen Erfolg für die Gegner. Voltaire, einer der größten Freigeister, antwortete Freunden, die ihn von seinem übermäßigen Konsum abbringen wollten: „Ich trinke schon mehr als fünfzig Jahre Kaffee; er ist sicherlich sehr schädlich, aber bis heute habe ich seine unliebsamen Auswirkungen auf meine Gesundheit noch nicht gespürt.“
So alt wie die Geschichte des „großen Ernüchterers“, so verschieden die Arten seiner Zubereitung: Mokka, Filterkaffee, Espresso, Café crème, Café au lait, Cappuccino ...
Früher waren zur perfekten Bereitung dieser Spezialitäten mehrere Geräte notwendig, heute reicht dafür ein einziges: der Einbau-Kaffeevollautomat von Miele. Auf Knopfdruck serviert er cremigen Espresso oder kräftigen Kaffee, Tasse für Tasse, frisch gemahlen und gebrüht. Er schäumt Milch auf und liefert heißes Wasser für Tee.
Wie viel Kaffee pro Tasse gemahlen werden soll, lässt sich ebenso individuell einstellen wie die benötigte Wassermenge. Der Vorratsbehälter bietet Platz für 500 Gramm Kaffeebohnen und 2,5 Liter Wasser – genug für mehr als 20 Tassen Kaffee. Ein Display zeigt an, wann Kaffee oder Wasser nachgefüllt, der Kaffeesatzbehälter entleert oder das automatische Entkalkungsprogramm gestartet werden muss.
Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite www.kaffeeerlebnis.de und in der kleinen Broschüre „Kaffee genießen – ein Erlebnis der besonderen Art“. Sie kann kostenlos bei Miele, Carl-Miele-Str. 29, 33332 Gütersloh bestellt werden.